Evangelisch rund um den Rodgau

DSV-Bulletin der Sitzung am Dienstag, 24. August 2010

Unter der Überschrift „Wir im Evangelischen Dekanat Rodgau“ befasst sich die VIII. Synode des Evangelischen Dekanats Rodgau am Samstag, 18. September, in Nieder-Roden mit der Zukunft der Evangelischen Kirche in der Region und den Schwerpunkten für die Arbeit der kommenden sechs Jahre. Dies beschloss der Synodalvorstand des Evangelischen Dekanats Rodgau in seiner Sitzung am Dienstag, 24. August.

Im Mittelpunkt dieser zweiten Tagung nach der Neukonstituierung soll die inhaltliche Ausrichtung für die sechsjährige Amtsperiode stehen. Neben dem bereits in der vergangenen Wahlperiode erarbeiteten Selbstverständnispapier des Dekanats fragt das Dekanat auch nach den Wünschen und Erwartungen der Synodalen an ihre Tätigkeit sowie nach Herausforderungen und Schwerpunkten.

Ferner stellt der Synodalvorstand das Jahresthema für die beiden kommenden Kirchenjahre vor: Unter dem Motto „lebensWERT 2011/12 – Evangelisch Kirche sein.“ laden Dekan Carsten Tag und der stellvertretende Präses Bernhard Rücker Gemeinden, Einrichtungen und Dienste mit Beginn des Kirchenjahres am 1. Adventssonntag zum Mitmachen ein. Eröffnet wird das neue Jahresthema dann im Rahmen des Dekanats-Festgottesdienstes mit anschließendem Empfang zum Beginn des neuen Kirchenjahres am Freitag, 3. Dezember, ab 18 Uhr in der Evangelischen Kirche Seligenstadt, Aschaffenburger Straße 105.
Darüber hinaus soll im Verlauf der Synodentagung eine Jury berufen werden, die drei besonders gelungene Projekte zum seitherigen Jahresthema „Gleiche Chancen für alle!“ auszeichnet. Die Preise sind mit Geldbeträgen von 1.500, 1.000 und 500 Euro dotiert.

Zum Mitglied der Dekanatssynode hat der DSV Frau Natascha Desch berufen und wird sie dem regionalen Kirchenparlament im September für die Wahl zur Diakoniebeauftragten des Dekanats vorschlagen. Als Beauftragten für das Gustav-Adolfs-Werk schlägt der Dekanatssynodalvorstand Herrn Werner Klinkert zur Wahl vor. (fuc)

DSV-Bulletin der Sitzung am Mittwoch, 2. Juni 2010

Neues Jahresthema gefunden

„lebensWERT 2011/12 – Evangelisch Kirche sein!“ – so wird das nächste Jahresthema des Evangelischen Dekanats Rodgau lauten. Der Synodalvorstand verabschiedete in seiner Sitzung am Mittwoch, 2. Juni, das Motto, nachdem es bereits zuvor im Rahmen einer Klausurtagung des DSV intensiv beraten worden war.

Damit setzt der Synodalvorstand die „lebensWERT“-Reihe wie geplant fort. Thematisch greift er dabei auf eine der Ideen zurück, die im vergangenen Jahr von Haupt- und Ehrenamtlichen aus dem Dekanat vorgeschlagen worden waren.

Erste Überlegungen zur Umsetzung sollen – so Dekan Carsten Tag – Ende Juni im Verlauf der so genannten „Dekanatsklausur“ angestellt werden: An zwei Tagen treffen sich Pfarrerinnen und Pfarrer, die Referentinnen und Referenten des Dekanats sowie die Mitarbeitenden im Gemeindepädagogischen Dienst zur gemeinsamen Arbeit an der Zukunft des Evangelischen Dekanats Rodgau.

Keine Hektik bei der Neuwahl des Dekanatspräses

Sachaspekte sollen im Mittelpunkt stehen, wenn sich der DSV in den kommenden Monaten auf die Suche nach Kandidatinnen und Kandidaten für das Amt des/der Präses der Dekanatssynode und Vorsitzenden des Dekanatssynodalvorstands begibt: Vor der Diskussion über Personen will der Vorstand allgemein die Anforderungen und Aufgaben des Präsesamts im Evangelischen Dekanat Rodgau erörtern und in einem zweiten Schritt mit potenziellen Kandidatinnen und Kandidaten ins Gespräch kommen.

Grund zur Eile besteht nach Auffassung der Dekanatsleitung in dieser Frage nicht. Zwar sei eine Wahl im Rahmen der Herbstsynode 2010 natürlich wünschenswert. Aber dank der Zusage des stellvertretenden Vorsitzenden Bernhard Rücker, die Amtsgeschäfte bis zu einer Neuwahl auf der Frühjahrssynode 2011 zu übernehmen, stehe das Dekanat nicht unter großem Zeitdruck.

Die Neuwahl eines oder einer Vorsitzenden ist durch den Tod des seitherigen Präses Joachim Fleiss erforderlich geworden. Er war Mitte Mai im Alter von 67 Jahren nach langer, schwerer Krankheit verstorben. 

DSV-Bulletin der Sitzung am Dienstag, 20. April 2010

Personalia

In seiner Sitzung am Dienstag, 20. April 2010, tagte der Synodalvorstand des Evangelischen Dekanats Rodgau erstmals in neuer Besetzung: Als Nachfolger der ausgeschiedenen Mitglieder, Pfarrerin Tanja Bergelt (Hainburg) und Marita Immel-Schelzke (Mühlheim), arbeiten ab sofort Pfarrerin Marion Eimuth (Schulpfarrerin an der Georg-Kerchensteiner-Schule Obertshausen) und Dr. Rainer Hollmann (Seligenstadt) im Vorstand mit. Weiterhin im DSV tätig sind: Präses Joachim Fleiss (Mainhausen) und sein Stellvertreter Bernhard Rücker (Rodgau/Nieder-Roden), Dekan Carsten Tag und seine Stellvertreterin, Pfarrerin Leonie Krauß-Buck (Seligenstadt), Klaus Dallmann (Dietzenbach/Steinberg), Pfarrerin Sonja Mattes (Rödermark/Urberach) und Elke Tomala-Brümmer (Rodgau).

DSV schließt sich Groß-Gerauer Flughafen-Resolution an

Einstimmig hat sich der Dekanatssynodalvorstand einer Resolution des Evangelischen Dekanats Groß-Gerau zum Ausbau des Frankfurter Flughafens angeschlossen. Unter der Überschrift „Unsere Region braucht ein striktes Nachtflugverbot“ verweist die Resolution auf die Ergebnisse des Mediationsverfahrens und „wendet sich auf das Schärfste gegen die Entscheidung der hessischen Landesregierung, beim Bundesverwaltungsgericht Rechtsmittel gegen das Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes zum Nachtflugverbot (…) einzulegen“.

Damit schließt sich der Rodgauer DSV der Auffassung an, dass der Ausbau des Frankfurter Flughafens „den Menschen in unserer Region nur unter den Bedingungen der Mediation (konsequentes Nachtflugverbot, Anm. d. Verf.) zumutbar ist“.

Insbesondere wird in dem Papier „die Ernsthaftigkeit des Dialogs der Politik mit den Bürgerinnen und Bürgern“ als unglaubwürdig bezeichnet. Ein solches Vorgehen steigere „die ohnehin vorhandene Politikverdrossenheit“ und „schmälert auch künftig die Chance friedlicher mediativer Verfahren bei konfliktträchtigen Großprojekten und blockiert Wege zu einer nachhaltigen Entwicklung der Region“.

Dekan Carsten Tag wird die Entscheidung des DSV der Landesregierung, verschiedenen Landespolitikern und dem Beauftragten der Evangelischen Kirchen am Sitz der hessischen Landesregierung, Kirchenrat Jörn Dulige, mitteilen.

Zudem

  • soll sich die Herbstsynode 2010 mit dem Thema „Flughafenausbau/ Nachtflugverbot“ auseinandersetzen.
  • wird Boris Slamka (Referat Gesellschaftliche Verantwortung) gebeten, dazu eine Veranstaltung aus der Reihe „Evangelisch betrachtet“ durchzuführen.
  • soll die Entscheidung des DSV in einer Pressemitteilung extern und intern publiziert werden.


Zuschüsse für Kirchen- und Konfirmandentag

Das Evangelische Dekanat Rodgau bezuschusst die Gruppenfahrt von über 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zum Ökumenischen Kirchentag nach München mit einem Betrag von 1.000 Euro. Die Mittel werden hauptsächlich dazu verwendet, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Teilnahme an dem fünftägigen Großereignis zu ermöglichen.

Ferner bewilligte der Dekanatssynodalvorstand einen Zuschuss von 500 Euro zum diesjährigen gemeinsamen Konfirmanden-Tag der „Mainperlen“-Kirchengemeinden. Die Gemeinden Seligenstadt/Mainhausen, Hainburg, Klein-Auheim und Steinheim hatten ihn im Rahmen des Jahresthemas „lebensWERT 2010 – Gleiche Chancen für alle!“ veranstaltet.

Dekan Carsten Tag wies noch einmal auf die Möglichkeit der Bezuschussung von Veranstaltungen zum Jahresthema sowie auf die Auslobung von mit mehreren tausend Euro dotierten Preisen für besonders gelungene Projekte zum Jahresthema hin.

DSV-Bulletin der Sitzung am Dienstag, 2. März 2010

25 Prozent Energieeinsparung bis 2015 als Ziel

Mit dem so genannten Gesamtkonzept „Energie im Evangelischen Dekanat Rodgau“ befasste sich der Synodalvorstand des Evangelischen Dekanats Rodgau (DSV) in seiner Sitzung am Dienstag, 2. März 2010. 

Boris Slamka, Referent für Gesellschaftliche Verantwortung des Dekanats Rodgau, stellte den Vorstandsmitgliedern einen Drei-Punkte-Plan vor, mit dessen Hilfe das Dekanat seinen Beitrag dazu leisten will, den Energieverbrauch der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau bis 2015 um 25 Prozent zu reduzieren. Der DSV stimmte der Vorlage zu.

Allein mit der Umstellung der Stromversorgung aller kirchlichen Gebäude auf „Öko-Strom“ im Dekanatsbereich sei eine Einsparung von 17 Prozent zu erreichen, so Slamka. Das Dekanat, das selbst bereits Öko-Strom bezieht, empfiehlt die Zusammenarbeit mit Versorgern, deren Elektrizitätsproduktion mit den Labels „Grüner Strom“ oder „ok Power“ zertifiziert ist. Mit den beiden Anbietern „LichtBlick“ und „Naturstrom“ hat die EKHN vergünstigte Rahmenverträge abgeschlossen. Als zusätzlichen Anreiz subventioniert das Dekanat den Bezug von Öko-Strom gemäß oben genannter Zertifizierung mit einem Betrag von 50 Euro pro Gemeinde. Der Betrag steht auch den Gemeinden zu, die bereits zu einem entsprechend zertifizierten Ökostrom-Anbieter gewechselt sind.

Zweiter Schritt ist die zentrale Erfassung und Kontrolle des Energieverbrauchs in den Kirchengemeinden mit Hilfe des Energiecontrollings, das von der EKHN angeboten wird. Ausgehend von den dadurch gewonnenen Erkenntnissen kann die Zusammenarbeit mit einem Energieberater entstehen, der zusammen mit den Verantwortlichen in Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen deren Energieverbrauch analysiert und nach Einsparmöglichkeiten bei Ausstattung, Verbrauch und baulicher Gestaltung sucht.
 
Schließlich will das Dekanat dort, wo es möglich ist, auch die Montage von Photovoltaik-Anlagen fördern. 500 Euro stellt das Evangelische Dekanat Rodgau jeder Gemeinde zur Verfügung, die auf den eigenen Dächern Strom produzieren wird. Der Zuschuss soll entweder in Form einer Kapitaleinlage oder eines Genossenschaftsanteils bereit gestellt werden. 

Bus-Kooperation mit der Evangelischen Petrusgemeinde Urberach

Um den verantwortlichen Umgang mit – in diesem Fall finanziellen – Ressourcen geht es bei einer Kooperation mit der Evangelischen Petrusgemeinde Urberach. Die Gemeinde und das Dekanat arbeiten künftig bei der Finanzierung eines gemeinsamen Busses mit Standort in Urberach zusammen. Der derzeit noch im Betrieb befindliche Dekanatsbus soll nach den Osterferien verkauft werden. Verwaltung und Ausleihe laufen ab April über die Petrusgemeinde, Telefon (06074) 61133, fsj@petruskirche-urberach.de. 

Jahresthema künftig für zwei Jahre

Um auch bei größeren Projekte mehr Zeit für inhaltliche Auseinandersetzung und Vorbereitung zu bieten, hat der DSV entschieden, ab dem Kirchenjahr 2010/11 die Jahresthemen des Evangelischen Dekanats Rodgau auf zwei Jahre Laufzeit auszulegen.  In der Begründung des Antrags von Dekan Carsten Tag heißt es: „Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass ein Jahr ein recht kurzer Zeitraum ist, um gute Projekte und Aktionen in Kooperation verschiedener Anbieter zu planen und durchzuführen.“
 
Das derzeitige Jahresthema „lebensWERT 2010 - Gleiche Chancen für alle!“ soll noch wie geplant bis einschließlich November 2010 Gültigkeit haben.