
Die Bezeichnung Gründonnerstag hat zunächst einmal nichts mit dem Begriff "Grün" zu tun, obwohl an diesem Tag häufig Grüne Soße oder Spinat gegessen werden. Eine ebenfalls kulinarische Parallele ist der Verzehr von grünen "Bitterkräutern" in der jüdischen Tradition des Sedermahles, der an die bitteren, leidvollen Zeiten während des Auszug des Volkes Israel aus Ägypten erinnern soll.
Unser Gründonnerstag leitet sich ab aus dem Begriff "greinen", einem schönen, alten Synonym für "weinen". Der Gründonnerstag ist der Donnerstag in der Karwoche; an diesem Tag wird an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern kurz vor seiner Gefangennahme erinnert.
In vielen Gemeinden finden deshalb in den Abendstunden Gottesdienste mit unterschiedlichen Mahlelementen oder einem anschließenden Abendessen statt.