
»Die Verantwortlichen im Evangelischen Dekanat Rodgau treten entschieden dafür ein, Mädchen und Jungen vor Gefahren jeder Art zu schützen. Körperliche, seelische oder psychische Gewalt werden nicht geduldet. Wir werden alles uns Mögliche tun, um einen Zugriff potenzieller Täter und Täterinnen auf Kinder und Jugendliche auszuschließen.«
Dekan Carsten Tag
Elke Tomala-Brümmer, Präses der Dekanatssynode
Kindeswohl, Kinderschutz und Kindeswohlgefährdung sind wichtige Themen, die aus der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion nicht mehr wegzudenken sind. Und das ist - bei allen erschütternden Nachrichten der vergangenen Monate - richtig: Nicht nur die Neuerungen in der Gesetzeslage veranlassen uns, der wachsenden Forderung nach wirksamer Prävention in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nachzukommen. Aus unserem christlichen Glauben und unserem Selbstverständnis als Evangelische Kirche kommen wir unserer Verantwortung für das leibliche und seelische Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen nach.
Die Evangelische Jugend im Dekanat Rodgau hat in den vergangenen Monaten ein Konzept zum Schutz von Kindern und Jugendlichen erarbeitet. Als wichtige Bausteine für wirksamen Kinder- und Jugendschutz beinhaltet es neben einem Verhaltenskodex und einer Selbstverpflichtungserklärung, Fortbildungsangeboten für Haupt- und Ehrenamtliche auch die Berufung zweier Kinderschutzbeauftragter: Sabine Battenberg und Boris Graupner sind Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche selbst, aber auch für haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende sowie für die Menschen in Leitungsverantwortung in unseren Gemeinden, Diensten und Einrichtungen.
Die Beschäftigung mit dem Thema „Kindeswohlgefährdung“ erfordert hohe Sensibilität und Wissen um die Umstände: Vernachlässigung, Erziehungsgewalt, Misshandlung oder sexualisierte Gewalt zerstören Leben. Umso wichtiger ist es, dass wir klar Position an der Seite der Kinder und Jugendlichen beziehen. Dazu brauchen wir ein Klima der Offenheit, der Transparenz sowie eine „Kultur des Hinschauens“. Kindern und Jugendlichen sowie den Mitarbeitenden in unserer Kinder- und Jugendarbeit erlaubt dies, sich wohl und sicher zu fühlen.