Evangelisch rund um den Rodgau
12.07.10

Die Zukunft der Kirche im Blick: Dekanatsklausur in Heppenheim

Mit der Zukunft der evangelischen Kirche rund um den Rodgau befassten sich die Pfarrerinnen und Pfarrer, der Gemeindepädagogische Dienst und die Referentinnen und Referenten des Evangelischen Dekanats Rodgau im Verlauf der zweiten Dekanatsklausur.



Zu dem zweitägigen Treffen hatte Dekan Carsten Tag nach Heppenheim eingeladen. Die rund 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den verschiedenen kirchlichen Arbeitsfeldern  befassten sich unter anderem mit dem neuen Zwei-Jahres-Themas des Dekanats:  „lebensWERT 2011/12 – Evangelisch Kirche sein.“ Gemeinden und Dienste des Dekanats sind dazu eingeladen, sich ab dem Beginn des neuen Kirchenjahres am 1. Advent mit Beiträgen, Veranstaltungen und Projekten an der inhaltlichen Ausgestaltung zu beteiligen.

Nach zwei gesellschaftlichen Jahresthemen hat sich der Synodalvorstand des Evangelischen Dekanats Rodgau – basierend auf Vorschlägen aus dem Dekanat – diesmal bewusst für einen kirchlichen Schwerpunkt entschieden. Das Leitwort „Evangelisch Kirche sein.“ biete, so Dekan Tag, verschiedene inhaltliche Anknüpfungspunkte: Themen rund um Kirchenmitgliedschaft und Mitgliederorientierung hätten hier ebenso ihren Platz wie Projekte und Angebote rund um die so genannten „Kasualien“ – also Taufe, Konfirmation, Trauung und Beisetzung. Auch ein Nachdenken über die ökumenischen Kontakte – vor Ort, in der Region und weltweit – unter der Fragestellung „Was eint? Was trennt?“ sei denkbar.

Schon gänzlich praktisch sind neben Gottesdienstreihen und Konfirmandentagen Angebote für Konfirmandeneltern vorgesehen. Sie sollen ebenfalls eingeladen werden, sich neu mit Fragen ihres Glaubens und der Kirchenmitgliedschaft auseinanderzusetzen. Auch ein dekanatsweit gedachter „Taufkurs für Erwachsene“ ist in Planung.

Ein weiteres Ergebnis der Klausur: Unter der Überschrift „Heimat und Horizont – evangelisch rund um den Rodgau“ soll im Jahr 2012 ein weiterer Workshop-Tag stattfinden. Damit kommt das Dekanat einem Wunsch vieler Haupt- und Ehrenamtlicher in den Kirchengemeinden nach mehr Austausch und Begegnung über Gemeinde- und Themengrenzen hinweg nach.

Ziel des gemeinsamen Tages sei es, den Menschen, die als Aktive in Gemeinden und Diensten das Rückgrat der kirchlichen Arbeit bilden, „Anregungen zu geben, wie wir gemeinsam die Zukunft der Kirche gestalten können“. Die Veranstaltung, die mit einem Gottesdienst beginnt, soll im weiteren Verlauf einen inspirierenden Impulsvortrag, verschiedene Themenwerkstätten, aber auch offene Angebote und viel Raum für Begegnung bieten.

Dekan Tag zog eine positive Bilanz der zweiten Dekanatsklausur: „Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass es gut ist, sich zwei Tage füreinander und für inhaltliche Schwerpunkte Zeit zu nehmen. Dadurch gibt es ganz andere Chancen sich wechselseitig wahr- und kennenzulernen, auch zum Teil durchaus unterschiedliche Positionen und Wünsche auszutauschen, von- und miteinander zu lernen. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit der Klausur eine gute Grundlage für die weitere Arbeit in den Gemeinden, in den jeweiligen Arbeitsbereichen und im Dekanat als Kirche in der Region gelegt haben.“