Evangelisch rund um den Rodgau
23.07.10

Glücksgefühle auf dem "Höhenglückssteig"

Für junge Leute, die nur wenige Tage verreisen und dennoch etwas Besonderes in ihren Ferien erleben wollen, stand bei der Evangelischen Jugend im Dekanat Rodgau eine Kletterpartie auf dem Programm. „In einem Seilgarten bin ich schon mal geklettert“, sagt Kyra Bornheimer, „doch an einem richtigen Felsen ist es für mich das erste Mal“.


Vier Stunden Anfahrt waren notwendig, bis die kleine Gruppe in der Nähe von Gößweinstein ihre Unterkunft belegen konnte. Klaus Wagner, ein erfahrener Kletterer und absoluter Kenner der Region, führte die noch unerfahrenen jungen Leute in das Sichern am Berg ein. Was ein Achterknoten und ein Halbmastwurf ist, lernten die Jugendlichen schnell. Ebenso die Bedeutung der „Partnerkontrolle“  – und worauf man da genau achten muss.

Die Kletterfelsen bei Plech bieten Routen für Anfänger und Könner. Während Boris Graupner und Sabine Göhl, die Jugendreferenten in den Dekanaten Rodgau und Wöllstein, die Teilnehmer beim Anlegen der Sicherheitsgurte unterstützten, sorgte Klaus Wagner für das Einhängen der Sicherungsseile in die Kletterhacken. Vier Routen wurden gelegt, an der sich die jungen Kletterer ausprobieren konnten.

Für Daniela Hundt aus Rodgau war es kein Problem, bis ganz nach oben zu steigen. Sie hatte bereits Vorerfahrungen und freute sich darauf, nun die griffigen Kalkfelsen im Fränkischen Jura kennen zu lernen. Der Plecher Klettersteig ist mit seinen zehn Metern  Höhe hervorragend für den Einstieg geeignet. Der Plecher Turm, der wie ein steiler Eckzahn erhaben aus der Landschaft wächst, war für die meisten Gruppenteilnehmer nur von der Bergseite zu ersteigen.

Ziel am nächsten Tag war der Klettersteig bei Hirschbach, der die Erwartungen der Gruppe noch weit übertraf. Bei traumhaften Ausblicken mit alpinem „Feeling“ erkletterte die Gruppe den Höhenglückssteig. Dabei ist der Name tatsächlich Programm. Bereits in den 30er-Jahren angelegt, bietet der Klettersteig wahrlich sportliche Betätigung. Doch auch Lena Wiegandt und Lea Folchert, die den Steig zunächst etwas skeptisch beäugt hatten, zogen sich beherzt und mit viel Muskelkraft den mit Stahlseilen gesicherten Berg entlang.

Zum Abschluss ging es durch einen höhlenartigen Kamin, die "Frankenkammer", hinab. Für alle waren die Klettertage eine tolle Erfahrung und ein beeindruckendes Erlebnis in und mit der Natur. „Es ist auch ein schönes Gefühl, dass man von seinem Partner gesichert wird und dass man ihm vertrauen kann“ – da sind sich alle einig.