
Passionszeit nennt man die ursprünglich als Fasten- oder Bußzeit gedachten 40 Tage vor Ostern, die der inneren Vorbereitung auf die Passion (= das Leiden) Jesu dienten.
Die Passionszeit beginnt mit dem Aschermittwoch, der noch heute den Abschluss einer ausgelassenen Fastnachtszeit bildet. Die folgenden sechs Sonntage bis Karfreitag haben alle das Thema "Umkehr und Buße". Ursprünglich dienten sie als Zeit, in der die Taufbewerber (Katechumen) sich auf die Aufnahme in die christliche Gemeinde vorbereiteten.
Die Passionszeit gipfelt in der Karwoche, die mit dem Palmsonntag (Einzug Jesu in Jerusalem) beginnt, am Gründonnerstagabend des letzten Abendmahls Jesu mit seinen Jüngern gedenkt und am Karfreitag an die Sterbestunde Jesu (15 Uhr) erinnert.
Am Karsamstag wurde allgemein kein Gottesdienst gefeiert, es herrschte "Grabesruhe" in den Kirchen.
Wie der Advent wird auch die Passionszeit heute von vielen Menschen "wieder entdeckt". Vor allem der Fastenaspekt des Verzichtens und Leerwerdens und seine ganzheitliche Betrachtungsweise (gut für Leib und Seele) spielen dabei eine wichtige Rolle.
Anregung bietet unter anderem die Aktion "Sieben Wochen ohne": In vielen Gemeinden treffen sich Fastengruppen, um Verzicht zu üben und dabei neue Erfahrungen zu sammeln.
Besondere Gottesdienste und Veranstaltungen in der Passionszeit finden Sie in unserer Terminrubrik.