Evangelisch rund um den Rodgau

Darum geht es:

Präambel

Evangelisch in unserer Region

Wir erleben unsere Region vielfältig

1. Grundsatz:
Wir arbeiten zusammen

2. Grundsatz:
Wir sind eine alle tragende Gemeinschaft

3. Grundsatz:
Wir sind erkennbar

4. Grundsatz:
Wir kommunizieren auf Augenhöhe

Was wir davon haben?

Wie wir als Dekanat gemeinsam auf dem Weg sind - das Selbstverständnis des Evangelischen Dekanats Rodgau

"Ihr aber seid der Leib Christi und jeder von euch ein Glied"

Wir sind alle gemeinsam, Kirchengemeinden, Einrichtungen und Dienste im Dekanat Rodgau, gemäß dem Ersten Brief des Paulus an die Gemeinde in Korinth der Leib Christi in unserer Region. Das Bild von der Kirche als Leib Christi veranschaulicht uns, dass es darauf ankommt einander wahrzunehmen und wert zu schätzen. Wir wissen darum, dass das Neue Testament keine Unterscheidung von „Gemeinde“ und „Kirche“ kennt.

Gemeinsam möchten wir in Fragen des Glaubens sprachfähig und bei den Menschen sein. Auf unterschiedliche Weise bringen wir den Glauben in unserer Region ins Gespräch. Gegenseitig können wir von dieser Unterschiedlichkeit lernen und die verschiedenen Funktionen im Leib schätzen und respektieren.

Es braucht Organe, die steuernd und leitend tätig sind, genauso wie Hände und Füße. So leben wir im Dekanat ein facettenreiches Mit-einander in einer Gemeinschaft.

Uns trägt der Glaube an Jesus Christus, die Hoffnung, dass sein Reich kommt und schon jetzt begonnen hat, und die Liebe, die wir als Gottes Kraft in der Begegnung zwischen Menschen wahrnehmen dürfen (1. Kor. 13,13).

Evangelisch in unserer Region

Zum Dekanat gehören 17 Kirchengemeinden mit insgesamt ca. 51.600  Kirchenmitgliedern.

Dies sind

in Dietzenbach: Christuskirchengemeinde Dietzenbach, Rut-Gemeinde Dietzenbach, Martin-Luther-Gemeinde Steinberg

in Hainburg: Kirchengemeinde Hainburg

in Hanau: Kirchengemeinde Klein-Auheim, Kirchengemeinde Steinheim

in Heusenstamm: Kirchengemeinde Heusenstamm

in Mühlheim:  Dietrich Bonhoeffer-Gemeinde Mühlheim, Friedensgemeinde Mühlheim

in Obertshausen: Kirchengemeinde Obertshausen

in Rodgau: Trinitatisgemeinde Rodgau-Rembrücken, Emmausgemeinde Jügesheim, Kirchengemeinde Dudenhofen, Kirchengemeinde Nieder-Rode

in Rödermark: Kirchengemeinde Ober-Roden, Petrusgemeinde Urberach

in Seligenstadt/Mainhausen: Kirchengemeinde Seligenstadt und Mainhausen.

In diesen Gemeinden arbeiten z. Zt. 25 Pfarrerinnen und Pfarrer (25 Stellen), die auch Verantwortung in der Region und der Landeskirche übernehmen. Zusätzlich arbeiten im Dekanat der Dekan/die Dekanin und drei Pfarrerinnen und Pfarrer im Schuldienst.

Außerdem gibt es z.Zt. 10 GemeindepädagogInnen (8 Stellen), einen Jugendreferenten (1,0 Stelle), einen Öffentlichkeitsreferenten (1,0 Stelle), 2 KirchenmusikerInnen (0,83 Stellen), eine Verwaltungsfachkraft (0,75 Stelle) und 2 Sekretärinnen (0,9 Stellen).

Zusammen mit dem Dekanat Dreieich haben wir eine Referentin für Gesellschaftliche Verantwortung (0,75 Stelle) und eine Bildungsreferentin (0,5 Stelle) in der Dezentralen Familienbildung.

Außerdem teilen wir uns mit den beiden Dekanaten Dreieich und Offenbach einen Referenten für Erwachsenenbildung (1,0 Stelle) und eine Gleichstellungsbeauftragte (0,5 Stelle). Das Diakonische Werk Offenbach-Dreieich-Rodgau ist ein wichtiger Kooperations-partner für uns.

Wir erleben unsere Region vielfältig

  • Auf Frankfurt ausgerichtet, ein urbaner Verdichtungsraum am Rande des Bal-lungsgebietes.
  • Von Verkehrswegen durchschnitten und gleichzeitig mit guter Verkehrsanbindung.
  • Weitgehend unterschätzt und unbekannt,  aber mit viel Potential.
  • Durch viele künstlich gebildete Kommunen gegliedert (Zusammenschlüsse der Gebietsreform).
  • Von vielen jungen Familien bevorzugt, daher mit einem relativ niedrigen Altersdurchschnitt und mit hoher Fluktuation, weil viele unserer Mitglieder beruflich mobil und flexibel sein müssen.
  • Überwiegend katholisch geprägt, aber mit einem modernen evangelischen Bewusstsein.
  • Überbelastete Umwelt und gleichzeitig Erholungsmöglichkeiten durch viel Natur.
  • Relativ stabil in der Zahl der evangelischen Kirchenmitglieder.

Uns verbindet die Offenheit für neue Menschen, Fremde, Zugezogene, MigrantInnen und die konkrete örtliche Verankerung der kirchlichen Arbeit in den Gemeinden und Einrich-tungen. Wir orientieren uns an den Bedürfnissen unserer Mitglieder und sind offen für Menschen, die der Evangelischen Kirche nicht mehr oder noch nicht angehören. Eines unserer Ziele ist, dass sich Menschen durch persönliche Kontakte in der Evangelischen Kirche zu Hause fühlen.

1. Grundsatz: Wir arbeiten zusammen

Im Evangelischen Dekanat Rodgau arbeiten in Kirchengemeinden, Einrichtungen und Diensten viele Menschen, die aufeinander angewiesen sind. Menschen nehmen sich gegenseitig wahr, Kontakte werden gepflegt, Beziehungen untereinander entwickeln sich. Der ganze Leib ist mehr als die Summe der einzelnen Glieder. Kooperation erspart Zeit und erhöht die Qualität. Wenn wir uns gegenseitig unterstützen, wird das Rad nicht an jedem Ort neu erfunden, Doppelarbeiten werden vermieden, die Arbeit wird bereichert und gute Ideen verbreiten sich.

Konkretionen/Ideen/Handlungsempfehlungen:

  • Kooperation braucht anfangs Zeit, sie wird sich auf Dauer auszahlen.
  • Zusammenarbeit in einzelnen Regionen (z.B. Kommunen) ist sinnvoll.
  • Ein Jahresthema im Dekanat, an dem gemeinsam gearbeitet wird, ist denkbar.
  • Ehrenamtliche und Hauptamtliche auf Dekanatsebene organisieren und gestalten Begegnungen, indem sie in Kirchengemeinden gehen und indem sie Dekanatsveranstaltungen durchführen.
  • Vorhandene Strukturen sollen einbezogen werden, um nicht unnötig zusätzliche Termine zu schaffen.
  • Formen der Zusammenarbeit zwischen Gemeinde- und Dekanatsarbeitsstellen, sowie zwischen Kirchengemeinden sind erwünscht und werden ausprobiert.
  • Es gibt gemeinsame „Events“, z.B. Workshops, KirchenvorsteherInnentage, Ideenbörsen ...
  • Konzepte und Arbeitsmaterialien werden ausgetauscht.

2. Grundsatz: Wir sind eine alle tragende Gemeinschaft

Gemeinschaft ist kein endgültiger Zustand. Sie braucht Gelegenheiten und bildet sich immer wieder neu. Um zu einem Miteinander zu kommen, braucht es Orte und Zeiten der Begegnung. Das Dekanat schafft Möglichkeiten, damit sich Evangelische in der Region treffen und austauschen können.

Konkretionen/Ideen/Handlungsempfehlungen:

  • Wir geben unserem Glauben im Gottesdienst Ausdruck und eröffnen spirituelle Räume.
  • Wir feiern zusammen.
  • Wir nutzen alle vorhandenen Gremien zur Stärkung unserer Gemeinschaft.
  • So kann es gelingen, bei Mitarbeitenden ein Gefühl der Zusammengehörigkeit im Dekanat Rodgau zu entwickeln, das von Offenheit für neue und fremde Menschen geprägt ist. Dieses Empfinden wird auf die Menschen ausstrahlen, mit denen wir zu tun haben.

3. Grundsatz: Wir sind erkennbar

Das Dekanat ist erkennbar in seinem Handeln und seinen Zielen. Menschen außerhalb und innerhalb unserer Kirche nehmen wahr, wofür Evangelische Kirche in der Region steht.

Konkretionen/Ideen/Handlungsempfehlungen:

  • Es gibt eine gemeinsame Präsenz in den Medien.
  • Die Evangelische Kirche rückt in den Städten der Region näher zusammen und handelt in der kommunalen Öffentlichkeit gemeinsam.
  • Wir greifen gesellschaftliche Themen in der Region auf und nehmen dazu Stellung.
  • Wir entwickeln ein gemeinsames Erscheinungsbild.
  • Übergemeindliche Angebote sind als solche erkennbar.
  • Wir unterstützen uns gegenseitig bei der Öffentlichkeitsarbeit.

4. Grundsatz: Wir kommunizieren auf Augenhöhe

Im Leib Christi hat jedes Glied seine Bedeutung und seinen Wert. Jeder  Mensch leistet einen wertzuschätzenden Beitrag. Wir kommunizieren auf Augenhöhe. Wir brauchen eine klare Leitung, die Kommunikationsimpulse setzt.

Konkretionen/Ideen/Handlungsempfehlungen:

  • Die Leitenden entwickeln für ihren Verantwortungsbereich Ziele und sorgen für deren Umsetzung. Sie treffen Entscheidungen und legen Prioritäten fest.
  • Der DSV beteiligt die Glieder des Dekanates an Entscheidungen und informiert über seine Entscheidungen. Gemeinden, Einrichtungen und Dienste beteiligen die Leitenden an ihrer Arbeit und sorgen für ausreichende Information. Gemeinden, Einrichtungen und Dienste beteiligen und informieren sich auch untereinander. So können wir gemeinsam an einem Strang ziehen und unsere Kräfte bündeln.
  • Die Kommunikation ist von gegenseitiger Wertschätzung geprägt.
  • Die Leistungen werden gegenseitig angemessen gewürdigt.
  • Sachliche und konstruktive Kritik ist erwünscht.
  • Die Zusammenarbeit wird verbindlich und zuverlässig organisiert.

Was wir davon haben?

Allen Mitarbeitenden der Kirche in der Region wird der Nutzen der Einheit des Dekanates anschaulich, und sie sind daran beteiligt.

  • Die Kirchengemeinden werden gestärkt.
  • Es gibt weniger Doppelarbeit.
  • Es gibt einen Ideenaustausch.
  • Die Arbeit wird besser.
  • Wir erreichen mehr Menschen.
  • Unsere Themen werden in der Öffentlichkeit aufgegriffen und wahrgenommen.
  • Erlebte  Gemeinschaft schafft Zusammengehörigkeit.
  • Die gegenseitige Wahrnehmung und Wertschätzung erhöht die Motivation.
  • Kirche macht mehr Spaß.
  • Wir wachsen im Glauben.